Harener Neujahrskonzert "Die unbeantwortete Frage"

Geschrieben am 09.11.2020
von H. Garrelmann / C. Neumann


Das Neujahrskonzert in Haren, traditionsgemäß zu Anfang Januar terminiert, gehört für Viele zum festen Teil des Jahresauftaktes. Seit Jahren kommen rund 500 Gäste in das beheizte Festzelt am Müllerhaus an der Mersmühle. Sie lauschen dem Orchester, den Solisten und erfreuen sich an musikalischen und tänzerischen Darbietungen. Das Niveau des Konzertes erfüllt seit Jahren hohe Anforderungen.

Wie es um das Neujahrskonzert des Jahres 2021 bestellt ist, wissen im Moment nicht einmal die Organisatoren. Uli Schepers, der Vorsitzende des Heimatvereines: "Wir planen, das Konzert in der Martinuskirche aufzuführen. Coronagerecht, mit einem umfassenden Hygienekonzept. Ob das aber alles reicht, ob das Konzert tatsächlich stattfinden kann, wird sich aber erst einige Zeit vor dem Termin herausstellen.

Auch Lubertus Leutscher, der musikalisch Verantwortliche und Leiter des Orchesters, sitzt teilweise zwischen den Stühlen. Er hat zwar einen musikalischen Fahrplan aufgestellt, weiß aber nicht, ob und unter welchen Bedingungen der umgesetzt werden kann. Insbesondere hängt vieles davon ab, ob die vorherrschenden Regeln es erlauben, ausreichend mit den Musikern und den Tänzerinnen und Tänzern zu üben. Leutscher: "Ich habe ein Programm zusammengestellt, was möglich ist, was wir geprobt haben, mit Teilen des Orchesters und mit Werken, die wir vor Corona mit dem ganzen Orchester geübt haben." Aber: "Wir proben jetzt nicht mehr, hoffentlich können wir wieder anfangen mit Teilproben Anfang Dezember".

Auch hinter den Auftritten vom Tanzensembles des Harener Tanzbogens stehen noch viele Fragezeichen. Ob also das Neujahrskonzert am 10. Januar 2021 zur Aufführung in der Harener Kirche wie geplant stattfinden wird, bleibt bis Anfang Dezember offen. 

Das Motto für das im Januar 2021 geplante Neujahrskonzert ist sicherlich treffend gewählt: "Die unbeantwortete Frage". So scheint es nicht nur für das Motto, sondern für die komplette Veranstaltung an sich den Nagel auf den Kopf zu treffen. Denn da noch keine Sicherheit herrscht, ob aufgrund des zweiten "Lockdowns" ein Neujahrskonzert überhaupt durchgeführt werden kann, bleibt ein Vorverkauf von Eintrittskarten bis Anfang Dezember noch abzuwarten.

Keine Frage gibt es bei dem auftretenden Orchester, das wird das VKSO unter musikalischer Leitung von Lubertus Leutscher sein. Auch der Tanzbogen Haren mit Choreografie von Elena Dadaschjanz stehen auf dem Programm. Als Gesangs-Solisten sind vorgesehen: Sopran & Mezzosopran: Carina Vinke, sie wäre dann neu dabei, als Tenor tritt Falco van Loon auf. Nach dem derzeitigen Stand der Vorbereitungen sind zwei Aufführungen geplant, die um 14:30 Uhr und 17:00 Uhr anstehen. Anders als sonst werden die Aufführungen dieses Mal allerdings "am Stück" erfolgen, die traditionelle Pause wird es ausnahmsweise nicht geben. Aus Platzgründen kann das Ballett nicht in der Kirche auftreten. Ob die Aufführung des Tanzbogen live von einem anderen Ort auf zwei große Leinwände in die Kirche übertragen werden kann, wird derzeit geprüft.

Da die Kirche Möglichkeiten zusätzlicher innovativer Lichteffekte bietet, wollen sich die Techniker hier etwas Besonderes einfallen lassen. Insgesamt stehen die Aufführungen unter den Regeln der dann gültigen Hygieneverordnungen.